Die dunkle Seite der harten Daten. Die Macht ist mit der weichen Dimension der Unternehmung.

 

Die weiche Dimension der Unternehmung determiniert die harten Zahlen!. 

 

Dies war eine der Thesen, die in den 80er Jahren die Management Gurus Peters/Watermann in ihrem  Werk „In Search of Excellence“ bekannt machten.

Es wurde dann eines der erfolgreichsten Management-Bücher aller Zeiten.

Weitere Werke, die sich mit der qualitativen Dimension der Unternehmung auseinandersetzten, folgten.

Im Folgenden habe ich die Argumentation des kanadischen Management-Professors Henry Mintzberg zur Tauglichkeit harter Daten für die Unternehmensführung aufgeführt.

Es sich lohnt sich, hierüber in Bezug auf unternehmerischen Erfolg nachzudenken.

 

Warum haben harte Daten eine Achillesferse?

 

Erstens:

Harte Daten sind in ihrem Umfang oft limitiert, ihnen fehlt es an Informationsgehalt und sie umfassen oft wichtige ökonomische und nichtquantitative Faktoren nicht.

Viele wichtige Informationen werden darüber hinaus niemals zu harten Daten oder, wenn sie es werden, dann mit hoher Zeitverzögerung und zu spät, um zu handeln.

So wirkt sich  z.B. die schlechte Stimmung innerhalb eines Vertriebsteams meist erst Monate später in Verkaufszahlen aus.

 

Zweitens:

Harte Informationen sind meist zu sehr aggregiert. (Management-Reports)

Um dem Informations-Overload zu entfliehen, konzentriert man sich auf wenige Faktoren. Leider gehen viele Informationen dabei verloren.

Was sagt z.B. die Anzahl der registrierten Patente darüber aus, was aktuell in den Forschungsbereichen passiert?

 

Drittens:

Harte Informationen kommen zu spät, sehr viele Informationen brauchen eine „Reifezeit“ bis sie als Fakten erscheinen.

Noch mehr Zeit verstreicht, bis sie in Reports Eingang finden. Es wird ein Frühwarnsystem gebraucht, das qualitative Daten aufbereitet, die einen Impact auf die quantitativen Daten haben werden.

 

Viertens:

Ein erstaunlicher Anteil harter Informationen ist unzuverlässig. Im Prozess des Quantifizierens geht immer etwas verloren.

Sehr viele Verzerrungen können absichtlich oder unabsichtlich in die Daten eingebaut werden. Natürlich kann auch weiche Information problematisch sein, zu spekulativ, verzerrt, nicht valide und so weiter.

Sobald Informationen hart geworden sind, also als Statistik erscheinen, bekommen sie die Autorität und die Erhabenheit der heiligen Schrift.

 

Deshalb ist es bei jeglicher Information, die dazu dient, daraus erwachsende Handlungen zu formulieren und zu legitimieren, extrem wichtig, sich die Validität, die Reliabilität und die Objektivität der Daten anzusehen.

 

Viele Aspekte der qualitativen Dimension der Unternehmung sind messbar, frühzeitig veränderbar und können helfen, Problembereiche bei entscheidenden Unternehmensentwicklungen zu identifizieren, bevor sie sich in harten Bottom-Line-Daten verdichten.

 

Wollen Sie mehr darüber wissen, wie Sie die qualitative Dimension Ihrer Unternehmung analysieren und optimieren können?

 

Ich freue mich auf ein Gespräch mit Ihnen.

 

Herzliche Grüße aus Essen sendet 

 

Rolf-Peter Koch